Klimaschutzkonzept der Verbandsgemeinde Kandel


Für die Verbandsgemeinde Kandel wurde 2019 im Auftrag des Verbandsgemeinderates ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt.

Das Klimaschutzkonzept umfasst eine Bestandsaufnahme der Energie- und Treibhausgas-Bilanz sowie eine Analyse der lokalen Potentialen zur Treibhausgas-Minderung. Auf dieser Grundlage wurden durch eine breite Akteursbeteiligung, in Workshops und Einzelgesprächen Handlungsfelder identifiziert und ein konkreter Maßnahmenkatalog erarbeitet. Darüber hinaus wurden ein Controlling-Konzept und ein Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit entwickelt sowie Berechnungen zur regionale Werteschöpfung aufgestellt.

Mit der Konzepterstellung wurde das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Fachhochschule Trier/Umweltcampus Birkenfeld unter Projektleitung von Christian Koch beauftragt.

KSI: Erstellung eines „Integrierten Klimaschutzkonzeptes“ für die Verbandsgemeinde Kandel

Förderkennzeichen: 03K07854, Bewilligungszeitraum: 01.03.2018 bis 28.02.2019
Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Projektträger: PTJ Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ)

www.bmu-klimaschutzinitiative.de/    

www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

  • Aufgabe des Klimaschutzkonzeptes

    Das Klimaschutzkonzept dient als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzaktivitäten und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Es zeigt auf, welche technischen und wirtschaftlichen CO2-Minderungspotenziale bestehen, welche Maßnahmen zur Verfügung stehen, um kurz-, mittel- und langfristig CO2-Emissionen einzusparen und Energieverbräuche zu senken. Gleichzeitig legt das Klimaschutzkonzept Ziele zur Minderung der CO2-Emissionen fest und beschreibt, wie die Erfüllung dieser Ziele verfolgt werden kann.

  • klimaschutzziele der verbandsgemeinde kandel

    Rheinland-Pfalz hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen im Land bis zum Jahr 2050 gegenüber dem Niveau von 1990 um 90 bis 100 Prozent zu senken.

    Die Verbandsgemeinde Kandel möchte in diesem Zusammenhang einen entscheidenden Beitrag zur Zielerreichung leisten und lokale Verantwortung für die Landesziele übernehmen.

    Hierzu hat sich die Verbandsgemeinde Kandel im Rahmen ihres Klimaschutzkonzeptes folgende Ziele gesetzt:

    • Ab sofort sollen bei Ersatzbeschaffungen für den kommunalen Fuhrpark nach technologischen Kriterien alternative Antriebstechnologien bevorzugt werden
    • Allgemeine Senkung der energiebedingten Treibhausgasemissionen pro Kopf von 7,9 t/THG (1990) auf 3,8 t/THG pro Jahr bis 2030 (-55 %)
    • Senkung des Wärmeverbrauchs um 16 % bis 2030
    • Bis zum Jahr 2050 alle kommunalen Gebäude bilanziell CO2 neutral zu stellen
    • Langfristige Zielsetzung bis 2050: „Plus-Energie-Verbandsgemeinde Kandel“

    Mit der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes möchte sich die Verbandsgemeinde Kandel durch Einsparung und effiziente Nutzung von Energie sowie durch den Ausbau von erneuerbaren Energien langfristig zu einer „Plus-Energie-Verbandsgemeinde“ entwickeln und damit ihren Energiebedarf vollständig aus lokalen und regenerativen Ressourcen beziehen. Das schon nicht nur das Klima, sondern regt gleichzeitig die regionale Wertschöpfung an.