Steinweiler ist die größten Gemeinde in der Verbandsgemeinde Kandel. Sie liegt an der L 554 zwischen Landau und Kandel und an der Bahnlinie Neustadt/Weinstraße und Karlsruhe. Seit der Eröffnung des neuen Bahnhaltepunktes im August 2000 ist Steinweiler auch sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Geschichtlich wurde der Ort erstmals 968 nachweisbar genannt. Wie bei vielen anderen Städten und Gemeinden hat sich auch der Ortsname oft geändert und erst nach und nach zu der heutigen Bezeichnung entwickelt. 968 wurde es in der Schenkungsurkunde als „Steinwilare" bezeichnet. Erst 1585 tauchte die Bezeichnung „Steinweiler" auf, wie sie heute noch gilt.

Das früher fast reine Bauerndorf hat sich in den letzten Jahrzehnten aufgrund des allgemeinen Strukturwandels immer mehr zu einer Wohngemeinde neuen Stils entwickelt. Viele Einwohner Steinweilers arbeiten auswärts. Die landwirtschaftliche Struktur ist aber trotz dieses Wandels erhalten geblieben. Obwohl auch die Zahl der landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstellen stark zurückgegangen ist, hat sich die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft durch Technisierung und Modernisierung sogar noch erhöht.

Der gut gepflegte Ort mit seinen historischen Bauernhöfen und Fachwerkhäusern hat in den letzten Jahren bei dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" häufig einen vorderen Platz belegt.

Moderne Akzente setzt das im Ortskern errichtete Bürgerhaus, in dem Vereine, Organisationen aber auch jeder Bürger Steinweilers Veranstaltungen abhalten können.

Das großzügige angelegte Gebäude bietet einen großen Saal und mehrere kleinere Veranstaltungsräume. Daneben verfügt Steinweiler über zwei Kindertagesstätten und eine eigenen Grundschule. , die sich durch ihre architektonische Bauweise den Jüngsten „Steinweilern" einen neuen Hort bietet. Die jungen Steinweilerer fahren zur IGS oder Realschule plus nach Kandel oder zu anderen weiterführenden Schulen nach Landau, Wörth oder Bad Bergzabern.

Der Ortskern Steinweilers wurde durch entsprechende Nutzungsänderungen gestärkt. Mit Dienstleistungsbetrieben wie einer Bank und Bäckerei wird die Grundversorgung bestens abgedeckt. Unweit von Steinweiler – idyllisch im Wald gelegen – wurde in den letzten Jahren ein weiteres Sportgelände angelegt. In unmittelbarer Nähe sind Tennis- und Schießanlagen gefolgt und Grillhütte.

Für den Sport in der Herbst- und Winterzeit steht eine Turn- und Sporthalle zur Verfügung. Für die Naherholungsuchenden bieten sich die ausgedehnten Wiesen im Klingbach- und Erlenbachtal und sehr gepflegte Waldwege zum Wandern an.

Steinweiler ist bekannt für sein reges Vereinsleben. Ein Gesangverein, Schützenverein, Fußballverein, Radfahrverein und auch ein leistungsfähiger Musikverein zeugen genauso davon, wie der Landfrauenverein und die kirchlichen Gesangvereine. Ein Tennisclub bereichert ebenso das Vereinsleben.

Ein Highlight der Südpfälzer Wein- und Straßenfeste ist das alle zwei Jahre stattfindende "Historische Dorffest".

Für Bauwillige wurde das Baugebiet „Brotäcker III" erschlossen, das in attraktiver Lage für 41 Bauplätze Raum bietet.